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Der Berliner Teufelsberg ist ein stummes Geschichtslabor: schon an seiner Oberfläche, knapp unter der Grasnarbe, kann man ohne Mühe Scherben, Türgriffe, Kabel und andere Baureste finden. Im aufgeschütteten Bruchmaterial aus dem kriegszerstörten Berlin verbergen sich unerwartete Geschichten, stumme Poesien, die es aufzuspüren gilt.

Viele Jugendliche in Berlin, die gerade noch die Zerstörung ihrer Dörfer und Städte in Syrien, Afghanistan und an anderen internationalen Kriegsschauplätzen miterleben mussten, fragen oft nach der Geschichte Berlins: wie konnte aus der fatalen Zerstörung heraus diese lebendige Stadt von heute wachsen? Und wie haben sich wohl die Hoffnungen und Zukunftsvisionen der Jugendlichen von damals entwickelt?

Ab Herbst 2018 gehen wir gemeinsam mit der Neuköllner Oper diesen Fragen nach und graben zusammen mit Jugendlichen verschiedener Biografien auf dem Drachenfeld-Plateau des Teufelsbergs nach leisen Tönen. Die Fundstücke werden mit Künstler*innen und Zeitzeug*innen untersucht, szenisch und objekthaft interpretiert. Daraus entsteht nicht nur ein mobiles Archiv, sondern am Ende auch ein Bühnenstück.

Die Ausgrabungsgruppe lauscht der Erzählung einer Zeitzeugin, die das zerstörte Berlin als Kind erlebte.

 

 

 

Gut gestärkt beginnen die ersten Ausgrabungen.

Erzählende Objekte: Nur knapp unter der Oberfläche liegen zahlreiche Fundstücke.
Die Funde werden zum Ausgangspunkt für die weitere szenische und künstlerische Auseinandersetzung.
Fotos: Sabeth Kerkhoff

Partner: Neuköllner Oper

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