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Das MONUMENT VALLEY eröffnet mehrjährige, künstlerische Geschichtswerkstätten, die experimentelle Formen des Reflektierens erproben und Brücken zu gesellschaftlicher Verantwortung, solidarischem und empathischem Handeln bauen.

In Berlin treffen Menschen aus der ganzen Welt zusammen, sie leben in einem Häusermeer, das sich auf einer hauchdünnen Membran über den Geschichten des Kriegs, des Kolonialismus, der Wanderbewegungen und Revolutionen ausbreitet. Unsere Stadt ist ein großer Bauch voller materieller Zeugnisse und Geschichten, die es zu bergen und in ihrer Bedeutung zu reflektieren gilt.

Die S27 – Kunst und Bildung setzt gemeinsam mit dem Stadtmuseum und der StreetUniverCity archäologische und künstlerische Expeditionen mit Jugendlichen um. Die Trümmer und Spuren der Vergangenheit werden zu Schlüsseln, die jungen Menschen aus verschiedenen Szenen und Communities über haptische Experimente und ästhetische Prozesse erlauben, sich in vergangene Ereignisse einzudenken und Erinnerungskultur eine konkrete Form zu geben. Junge Menschen erleben ihr eigenes Aktivwerden und Entdecken als relevanten gesellschaftlichen Beitrag, der in Erkenntnis und Engagement mündet. Obwohl sie viele Ereignisse nicht selber erlebt haben, braucht Gesellschaft dringend ihre Perspektiven, um geschichtliches Reflektieren mit Handeln für die Zukunft zu verbinden.

Für das erste Projektjahr stehen drei zu kreierende MONUMENTE auf dem Plan:

UM/BAUMARKT
Aus geborgenen Trümmerbergmaterialien vom Teufelsberg, Fundstücke einer großen Ausgrabung am Molkenmarkt, Leihgaben des Stadtmuseums und heutigem „Abraum“ und Recyclingmaterial wächst im Haus der Statistik „ZACK | der UMBAUMARKT“. Bei der Installation verschmelzen Upcycling und Erinnerungskultur zum interaktiven Umbaumarkt. Am 14.11.2019 feierten wir die Eröffnung. Eine Vielzahl engagierter Besucher*innen hat fleißig gegraben, Objekte arrangiert, und eigene Stadtperspektiven, Assoziationen und (Eigen- )Sinn in die Ausstellung gebracht. Anhand eines Nebeneinanders von Trümmern, Recyclingmaterialien und unterfüttert von Exponaten des Stadtmuseums, die eindrücklich die Umnutzung von Kriegsgerät zu Alltagsgegenständen in den 50er Jahren vor Augen führen, wurden im Rahmen von zwei Ausstellungswochen und einem umfangreichen Rahmenprogramm Kontinuitäten und Brüche von Stadt/Geschichte am Material wahrnehmbar gemacht und reflektiert. ZACK | der Umbaumarkt geriet zudem zu einem gelungenen Auftakt für das im Haus der Statistik entstehende „Haus der Materialisierung“. Bislang in der Stadt verstreute Akteure werden hier gemeinsam ganz konkrete Lösungen für die Wiederverwertung von noch nutzbarem Material entwickeln.

Pressestimmen:

»Pioniere kochen, feiern und recyceln schon während der Sanierung«, Ralf Schönball, Der Tagesspiegel

»Alexanderplatz : In das Haus der Statistik kehrt Leben zurück«, Gerhard Lehrke, Berliner Zeitung

»Haus der Statistik am Alexanderplatz. Eine revolutionäre Zelle«, Susanne Messmer, taz

»Vom Koma zum Ko-Markt – Pioniernutzer beleben das Haus der Statistik in der Sanierungs- und Bauphase«, Nicolas Šustr, neues deutschland

 

DAS POSTLAGER
Post:colonial Designlab mit Umzugskisten und Verpackungen des Transports der Ethnologischen Sammlung von Dahlem nach Mitte.

 

LUNAPARK
Der zerstörte Lunapark in Halensee, 1909 bis 1935, war zu seiner Zeit Europas größter Vergnügungspark. Sondierungsexpeditionen, Recherchephasen (2019) und schließlich Aktionen vor Ort (2020).

ZACK | der Umbaumarkt: Teufelsberg und Haus der Statistik, Trümmer und Recycling, Baumarkt und Museum, Arrangieren und Reflektieren, Material und Erfahrung. Fotos: Luis Krummenacher, Abdallah Haj Ali, Aris Kress-Kallidromitis
Die ersten Ideen und Kampagnen für »ZACK | der Umbaumarkt« mit Teilnehmern unserer Bildungsmanufaktur. Fotos: Aris Kress-Kallidromitis

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Foto: Aris Kress-Kallidromitis & Luis Krummenacher