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Wachse in Frieden

Wie aus einem Friedhof ein Coop Campus wird

 

Seit 2017 wandelt sich der Jerusalem-Friedhof V in Berlin-Neukölln zum Campus für Weltwissen und interkulturelle Begegnung – zum Coop Campus. Denn unerwartet kreuzen sich auf dem Gelände Geschichten und Biografien aus unterschiedlichen historischen und kulturellen Kontexten. Einige Beispiele:

Im Rahmen des Projekts »Gärtnerei« haben Künstler, Architekten und Sozialpädagogen zusammen mit jungen Geflüchteten und der Nachbarschaft auf einem brachliegenden Teil des Friedhofs einen experimentellen Landschaftsgarten angelegt. Am westlichen Ende des Friedhofs, direkt an der Netzestraße, haben Grabungen die Grundmauern eines Zwangsarbeiterlagers ans Tageslicht gebracht. Ebenfalls an der Netzestraße baut der Evangelische Friedhofsverband Berlin-Stadtmitte eine Unterkunft für rund 150 Geflüchtete. Und die wachsende bulgarisch-orthodoxe Gemeinde nutzt den Friedhof für Bestattungen und die Friedhofskapelle für Veranstaltungen und Gottesdienste.

Der Coop Campus vernetzt Menschen und Zeiten.

Ziel des Coop Campus ist es, die unterschiedlichen Geschichten und Aktivitäten auf dem Friedhofsgelände aufzuspüren, zusammenzuführen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dafür werden 2017/18 Geflüchtete, Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche aus angrenzenden Jugendtreffs zu Feldforschern und Landschaftsgestaltern.

Die Jugendlichen bauen einen Stationenpfad aus Pflanzinseln und experimentellen Kleinarchitekturen, einen »Eco-Pfad«, der Raum für Aktionen, Performances und Ausstellungen gibt. Künstler, Architekten, Zeitzeugen sowie Vertreterinnen und Vertreter der versammelten Communities unterstützen die Jugendlichen auf der ungewöhnlichen Expedition.

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raumlabor

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